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„Der Spinner ist zurück“

21.06.2016
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"Der Spinner ist zurück", so wählte die EJZ die Überschrift als Aufmacher des Artikels zum Eichenprozessionsspinner (EPS) auf Seite 1 am 15. Juni 2016, obwohl der EPS gar nicht weg war und Mensch, Tier und Pflanzenwelt schon über mehrere Jahre in der Region plagt. Zusätzlich machte die Zeitung mit einem Foto, auf dem das Verkehrszeichen: Achtung allgemeine Gefahr! mit Zusatzschild: Eichenprozessionsspinner Allergiegefahr, abgebildet ist, zu Recht auf die aktuelle gesundheitliche Gefahrensituation in unserer Region aufmerksam, die nicht zu unterschätzen ist.

Mit der Unterüberschrift: „Kein kreisweiter Befall, sondern eher einzelne Schwerpunkte beim Problem Eichenprozessionsspinner“, relativiert der Autor des Artikels die Gefahr. In dem Beitrag macht er auf die EPS-Situation im Raum Gartow aufmerksam, wo Kritik gegenüber dem Landkreis wegen (angeblicher) Untätigkeit laut wurde.

 

Aber lesen Sie den EJZ-Artikel  selbst [ mehr ... >>]

Fragen und Hintergrundinformationen zur langfristigen Bekämpfungsstrategie und zu vorherigen Evaluierung der tatsächlichen EPS-Gefahr im Landkreis, die durch die Brennhaare der Raupen verursacht wird, lässt der Artikel leider vermissen. Und eine zusätzliche – unabhängige – Expertenmeinung zur Gefahrensituation und zum Bekämpfungskomplex ist dort auch nicht zu finden, um den Leser als mündigen Bürger ausreichend über die Gesundheitsgefährdung zu informieren. Bei einem derartigen Aufmacher zum Thema: Gesundheitsgefährdung bzw. Gefahrenabwehr hätte man dies erwarten können.

Eine Gegendarstellung des Landkreises zur angebrachten Kritik, wie im Artikel durch die zuständige Pressesprecherin geäußert, reicht nicht aus, um das EPS-Gefahrenpotenzial und die Maßnahmen zur vorbeugenden Gefahrenabwehr in unserer Region abzuschätzen und kritisch hinterfragen zu können.

Hinweis: Fotos zur EPS-Bekämpfung 2016 hier oder das obige Foto anklicken.

Zuletzt geändert am: 13.04.2017 um 20:51

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