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Zwei Bürgermeister bringen Politik und Verwaltung wegen Gesundheitsgefahr in Bewegung

15.07.2018
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Den Bürgermeistern der Samtgemeinde Gartow, Christian Järnicke, und der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark), Rüdiger Kloth, im Nachbarlandkreis Stendal, der sich selbst aus Verzweiflung wegen Körperverletzung, verursacht durch Eichenprozessionsspinner (EPS), angezeigt hat, ist es zu verdanken, dass die nicht ausreichende Bekämpfung des Falters wieder mehr in den Fokus der Öffent­lichkeit sowie in das Bewusstsein der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gerückt ist.

Das brisante Thema, das zur Selbstanzeige des Bürgermeisters führte, hat landesweit [ mehr .. >>] und bundesweit mittlerweile das überörtliche Medieninteresse vor allem wegen der Gesundheitsgefahren geweckt. [ mehr … >>

Das Thema bewegt dazu vor allem die Menschen in der Region, wie es beispielhaft die Leserbriefe in der Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ) vom 22.06. und 29.06.2018 unter den Überschriften: "Aktionsplan gegen den Eichenprozessionsspinner" hier .. >>und „Es braucht mehr von diesen Bürgermeistern“ hier .. >>zum Ausdruck bringen. Die betroffenen Bürger der Samtgemeinde Gartow machen sich schon seit Jahren Sorgen um ihre Gesundheit, seitdem sie dem übermäßigen Befall der Eichen durch den EPS in ihrer näheren Umgebung und teilweise auf ihren Grundstücken gefährdend ausgesetzt sind.

„In der Samtgemeinde Gartow soll es dem Spinner an den Kragen gehen“ ist die aktuelle Überschrift des Artikels in der EJZ-online vom 11. Juli 2018, in dem zu lesen ist, dass am 18. Juli ein erstes Treffen eines vom niedersächsischen Umweltministerium ins Leben gerufenen runden Tisches geben soll. Es soll nach Wegen gesucht werden, wie der EPS bekämpft werden kann. In der Arbeitsgruppe von fünf Ministerien (Gesundheit, Inneres, Landwirtschaft, Umwelt und Verkehr) solle es um kurzfristige Maßnahmen gehen. Kurzfristig ginge es vor allem um die Entfernung von Nestern, Raupen und Puppen durch Absaugen, erläuterte die Pressesprecherin Sabine Schlemmer-Kaune vom Umweltministerium laut EJZ. „Ein gezielter, dosierter Einsatz von Insektiziden im Frühjahr könnte ein geeigneter Ansatz sein.“, wird Umweltminister Olaf Lies (SPD) unter anderem in dem Artikel aus anderer Quelle zitiert.

Insofern hat der Brief des Gartowers Samtgemeinde-Bürger­meister Christian Järnicke (CDU), zu dem die EJZ am 25. Juni 2018 unter der Überschrift: „Samtgemeinde Gartow sieht sich beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner allein gelassen“ berichtete, an den richtigen Stellen Wirkung entfaltet. Mit dem Brief sei laut Artikel ein konkreter Forderungskatalog an den Landkreis und die Ministerien in Hannover gegangen.

In jedem Fall ist bei einem derartigen Befall der Eichen durch den EPS im Raum Gartow und in den Nachbarregionen gemeinsame strategische, wohldurchdachte Aktionen von Politik und Verwaltung als hoheitliche Aufgaben kurz- mittel- und langfristig schnellstmöglich mit der Unterstützung von Fachleuten aus der Praxis und Wissenschaft vorzubereiten und umzusetzen. Ziel muss es sein, die gesundheitliche Gefährdungs­lage für die Menschen in der Region in den Griff zu kriegen, indem der EPS aus der Luft und vom Boden aus wirkungsvoll bekämpft wird.

Es bleibt abzuwarten, was der vom Umweltministerium in Hannover ins Leben gerufene „Runde Tisch“ am 18.07.2018 hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr des EPS, unter Berücksichtigung des Forderungskataloges des Samtgemeinde-Bürgermeisters Gartow, für die gefährdeten Menschen in der betroffenen Region zustande bringt.

Zuletzt geändert am: 28.07.2018 um 11:31

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