Chronologie der Geschichte 

1895 Herstellung der liegenden Einzylinder/ Dampfmaschine, die cirka 1892/ 1893 in Oberschlesien gegossen wurde; keine eindeutige Klärung zum Gussjahr – Einprägung und Herstellung 1895 in Brackwede in Westfalen

1895 – 1924 Standort der Dampfmaschine in der Weberei Friedrich & E. Wentz in Wustrow im hannoverschen Wendland zum Antrieb von Webstühlen

1922 Taxe von Ingenieur Ernst Schulz am 7. Juni 1922 , Bielefeld – Wertabschätzung der Maschinen und Einrichtungen der Mechanischen Leineweberei Firma Friedr. & E. Wenz in Wustrow

1924 Technische Überholung und Modernisierung der liegenden Einzylinder Dampfmaschine mit neuer Ventilsteuerung in der Fa. K. & Th. Möller GmbH, Brackwede in Westfalen; anschließender Einbau der Maschine 1924 bei Fa. Franzke in Lüchow im hannoverschen Wendland

1927 Bericht (Abschrift/ Kopie ) 1927 über die im Jahr 1874 gegründete mechanische Leinweberei Firma Friedr. & E. Wenz – unter Punkt 1.) Kesselanlage und Maschinenhaus mit Erwähnung der Dampfmaschine und deren Leistung.

1928 Mechanische Leineweberei Firma Friedr. & E. Wenz – Übernahme des Betriebes durch die Gebr. Krome, Beibehaltung Firmenname – 1931 Einbau eines Elektromotors an Stelle der Dampfmaschine

1935 Handschriftliches Dokument zur Maschinentaxe der Fa. Friedrich & E. Wentz GmbH, Wustrow im hannoverschen Wendland

1949 Bericht des TÜV-Hamburg-Altona über die außerordentliche Indizierung der Dampfmaschine von 1895 Fa. K. & Th. Möller GmbH

1922/ 1924 – 1998 Standort der Dampfmaschine im Sägewerk Franzke, Carl / nachfolgend Müller, Erwin in Lüchow (Wendland) ab 1922 – dortiger Einsatz der DM ab 1924 bis zur Stillegung 1980 - kein eindeutiger schriftlicher Nachweis der Übereignung der Dampfmaschine von der Fa. Friedr. & E. Wentz (Stadt Wustrow) an die Fa. Franzke, Carl (Stadt Lüchow)

1988 Übernahme der Dampfmaschine durch den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) – Förderverein Ortsgruppe Lüchow Dannenberg – Gründung des Fördervereins für technische Kulturdenkmäler am 17.10.1988 wegen der Erhaltung der Dampfmaschine von 1895 – Feststellung als technisches Kulturdenkmal nach § 3 Abs 2 NDSchG – Maschine von wissenschaftlicher Bedeutung - Schreiben vom 12.09.1988 des Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes - Institut für Denkmalpflege -

1990 Besichtigung der Dampfmaschine im Sägewerk Müller in Lüchow (Wendland) durch Dr. Frank Wien, Staatsekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr. Er bewertete laut Zeitzeugen und Zeitungsbericht (EJZ vom 08.02.1990) die Dampfmaschine als große Rarität.

1995 Der Museumsverein Wustrow e.V. ist an der Dampfmaschine seit langer Zeit interessiert. Im Rahmen eines geplanten "Technikhauses" am Standort des Museums Wustrow e.V., soll die Dampfmaschine dort integriert werden. Zu diesem Zeitpunkt entwirft ein Archtektenteam im Auftrag des Museums Wustrow e.V. eine bauliche Lösung, mit Maschinenhaus, angedeutetem Dampfkessel und Schornsteinstumpf. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt noch keine Finanzierung in Sicht. Siehe dazu den ausführlichen Artikel in der EJZ vom 25.11.1995, Seite 5 [hier .. >>

1996 Anfang des Jahres wird im VDI-Förderverein Ortsgruppe Lüchow-Dannenberg eine weitere Variante der Unterbringung der Dampfmaschine in Betracht gezogen, da die Finanzierung der Aufstellung der Maschine am Museums-Standort in der Stadt Wustrow immer unwahrscheinlicher wird.

1997 Der VDI-Förderverein Ortsgruppe Lüchow-Dannenberg sieht es als vielversprechende Variante an, die Dampfmaschine in einem gastronomischen Betrieb (Alte Brennerei in Lüchow) einzubinden. Der Investor ist stark daran interessiert. Die Stadt Lüchow, die Denkmalschutzbehörde sowie das Museum Wustrow stehen dieser Lösung grundsätzlich positiv gegenüber. Am 09.09.1997 findet dazu eine Besprechung im Sitzungssaal der Stadt Lüchow statt. Die Teilnehmer der Besprechung erörtern verschiedene Möglichkeiten zur Eigentumsübertragung bzw. zu einem Aufstellungsvertrag zum Zwecke der Erhaltung der Dampfmaschine als historisches Denkmal. Aber auch diese Bemühungen zur Erhaltung und Unterbringung der Dampfmaschine am Standort Lüchow scheitern.

1998 – 2012 Unterbringung der konservierten Maschine in Einzelteilen im HASTRA-Gebäude (Halle) in Lüchow nach der Demontage im Sägewerk Müller – laut Vertrag vom 07. Juli 1998

2012 – 2017 Lagerung der Dampfmaschine in Reetze bei Siegfried Treichel in dessen Maschinenhalle

ab 2018 Lagerung und Aufbau der Dampfmaschine am Standort des Betriebes von Jens Lachmann an der Loger Landstr. 5 in der Stadt Lüchow (Wendland)

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[Anmerkung: Zu den verschiedenen Stationen der Dampfmaschine gibt es dokumentarische Bilder, die derzeit für die Internetpräsentation aufbereitet werden - mehr .. >>]

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